Einfarbig glasierte Platten, die zugeschnitten und anschließend zu einem Muster angeordnet werden.
Rillen werden gebildet und dann mit einer Mischung aus Mangan und Pflanzenöl gefüllt, um sicherzustellen, dass die verschiedenen Glasuren voneinander getrennt bleiben.
Maurische Motive greifen ineinander und wiederholen sich in radialgeometrischen Anordnungen, die ein Muster bilden.
Die Dekoration des Nationalpalastes von Sintra und die dominante Präsenz der Fliese in Portugal unter dem Einfluss von König Manuel I.
Mithilfe von Formen werden Motive in den Fliesenkörper eingeprägt.
Mithilfe von Formen werden Aresta-Motive in den rohen Ton gedrückt. Die sich bildenden „Arestas“ (Grate) sorgen dafür, dass die Glasuren während des Brennvorgangs voneinander getrennt bleiben.
Die Anfänge der Fliesenherstellung in Portugal.
Die Fliese wird mit einer weißen Grundschicht bestrichen, auf der gemalt werden kann, ohne dass die Farben ineinander laufen.
Ankunft von Keramikern und Töpfern aus Flandern. Endgültige Etablierung der Majolika-Techniken. Die Zentren der Keramikherstellung in Portugal sind sehr aktiv.
Gelehrte Kompositionen erscheinen gleichzeitig mit den ersten Fliesen mit geometrischen Kompositionen oder Pflanzenmotiven, insbesondere Diamant-Punkt-Muster.
Religiöse Motive auf Fliesenbildern finden weite Verbreitung.
Lissabon gilt als das größte Zentrum der portugiesischen Fliesenherstellung.
Exotische Flora und Fauna und Darstellung östlicher Spiritualität.
Gemusterte Fliesen, darunter das Kamelienmuster, karierte Fliesen sowie emblematische und hagiographische Tafeln.
Ende des Restaurationskrieges Bau und künstlerische Renovierung von Palästen
Fliesen werden als Ausdruck von Gesellschaftskritik und für säkulare Themen (klassische Mythologie), zur Darstellung von Bräuchen, für „Albarradas“ (Fliesen zur Darstellung von Blumenvasen) sowie als freistehende figürliche Fliesen verwendet.
Bewegung, Ausdruck, Drama und Komplexität.
Trends und Einflüsse
Niederländische Fliesen in Kobaltblau und Manganviolett, starker chinesischer Einfluss, Tafeln in Blau und Weiß.
Die Fliesenmalerei ist gelernten Handwerksmeistern vorbehalten.
Studien zur Perspektive.
Prunk, Extrovertiertheit und Theatralik am Hof von Johann V.
Vereinfachte Fliesengemälde, Verwendung von dekorativen Rahmen wie z.B. geschnitzten Kopfteilen.
Rahmen verlieren in den Kompositionen an Bedeutung, die Dekoration wird weniger dicht, asymmetrische Muschelformen werden verwendet.
Andeutung von Farbe Mit Gelb wird das Gold der Kostüme angedeutet, vergoldetes Schnitzwerk erzeugt die Wirkung von drapierten Stoffen.
Wirtschaftskrise und der notwendige Wiederaufbau Lissabons.
Bau der Fabrik am Rato, des ersten Werks mit Massenproduktion, im Jahr 1767.
Chromatische Explosion
Wiederaufnahme der kompletten Farbpalette.
Fliesenherstellung in der Zeit des Marquês de Pombal
Fliesengemälde (Darstellungen auf Fassaden oder „Schreinen“), ornamentale Kompositionen, zunehmende Verwendung von Mustern.
Kombination von industriellen und handwerklichen Techniken Stempeln, mechanisches Stempeln, Hochrelief, mechanisches Pressen.
Neoklassizismus
Strenge Linien und dekorative Verfeinerung. Verwendung von neoklassizistischen Elementen, Blumengirlanden, Schleifen, Federn.
Fliesengemälde und vielfältige Muster.
Fliesenfassaden
Bedarf nach intensiver Fliesenproduktion.
Neue Fabriken entstehen in Lissabon, Porto und Aveiro.
Das Werk von Rafael Bordalo Pinheiro.
Geflieste Wände
Es entwickelt sich die Praxis, Wände mit industriell
hergestellten Fliesen zu verkleiden.
Aufkommen neuer ästhetischer Ansätze, um die Fliese in die moderne Architektur und Städteplanung zu integrieren.
Persönlichkeiten:
Jorge Barradas, Manuel Cargaleiro, Querubim Lapa, Maria Keil,
Eduardo Nery.